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Haartransplantation Schmerzen – Wie schmerzhaft war die Operation?

Hattest du während oder nach der Haartransplantation Schmerzen? Diese Frage wird mir nach meiner Operation natürlich recht oft gestellt. Schließlich ist das einer von den Faktoren, die darüber entscheiden, ob sich die Haartransplantation für einen selbst am Ende lohnt. Und da Schmerzen bei so einem operativen Eingriff grundsätzlich immer Mal vorkommen können, ist es wichtig, darüber zu sprechen.

Jetzt möchte ich dir meine persönlichen Erfahrungen mit der Operation einfließen lassen und dir zeigen, ob ich bei der Haartransplantation Schmerzen hatte. Außerdem erfährst du, wo es theoretisch schmerzhaft werden kann und warum dein persönliches Schmerzempfinden dabei die größte Rolle spielt.

Tipp: Hier geht es ausschließlich um die Schmerzen bei und nach der Haartransplantation. Wenn du zum Beispiel noch mehr über den Ablauf der Haarverpflanzung erfahren willst, klicke einfach auf den verlinkten Artikel.

Hatte ich bei meiner Haartransplantation Schmerzen?

Ich nehme an, dass du die Antwort auf diese Frage gerne direkt am Anfang dieses Artikels haben möchtest. Daher die gute Nachricht gleich vorweg: ich hatte im Grunde keine Schmerzen bei der Haartransplantation. Weder am Bart, noch am Kopf. Wenn es so etwas wie ein unangenehmes Gefühl gab, dann war das bei den ersten beiden Betäubungsspritzen der Fall. Damit wird eine Kochsalzlösung in den Hinterkopf gespritzt, damit man in den darauffolgenden knapp acht Stunden der Operation keine Schmerzen empfindet. Ohne die Betäubung wäre das auch bei mir vermutlich der Fall gewesen. So hat die Haartransplantation einfach nur lange gedauert – war aber vollkommen schmerzfrei möglich. Ein Jahr später kann ich dir jetzt sagen, dass ich auch in der Zeit nach der Eigenhaarverpflanzung keine Schmerzen hatte. Das lag mit Sicherheit auch daran, dass ich mich strikt an alle Anweisungen meiner Ärzte gehalten habe. Dazu kann ich dir nur eindringlich raten.

Es gibt also meiner Meinung nach keinen Grund dafür, Angst vor dem Eingriff haben zu müssen. Wenn du grundsätzlich ein mulmiges Gefühl bei Operationen hast, kann ich das natürlich verstehen. Aber ich kann dir hier aus sicherer Quelle sagen, dass Schmerzen nach oder während der OP bei einer routinierten Haarklinik unwahrscheinlich sind.

Tipp: Aus dem oben eingebetteten Video von meinem YouTube-Kanal bekommst du neben meiner Meinung zu den Schmerzen noch mehr Informationen zur Operation bekommen.

Wann man während oder nach der Haartransplantation Schmerzen haben könnte

Ich würde mich selbst auch eher als einen Angstpatienten bezeichnen. Und eine gehörige Portion Respekt hatte ich vor dem Eingriff definitiv, das will ich gar nicht verschweigen. Um dich noch etwas mehr zu beruhigen, als einfach nur zu sagen „Schmerzen? Bei mir war alles tutti“, habe ich dir hier nochmal meine Gedanken dazu aufgeschrieben, wo es theoretisch zu Schmerzen kommen könnte.

Betäubungsspritzen

Wie bereits angedeutet, bekommst du vor der Haartransplantation ein paar Spritzen in den Entnahmebereich am Hinterkopf. Ich empfand das persönlich nicht als schmerzhaft, aber theoretisch könnte man da schon Schmerzen empfinden. Je nachdem, wie schmerzempfindlich man selbst ist. Ich habe dabei einfach etwas Musik angemacht und am Handy herumgespielt. Das lenkt ganz gut ab, sodass man die Schmerzen noch etwas schneller überstehen kann. Vielleicht ist das noch ein ganz guter Tipp für deine eigene Operation. Ansonsten kann ich dich hier auch noch insofern beruhigen, dass die Injektion des Betäubungsmittels nur ein, zwei Minuten dauert. Danach ist Chillen angesagt – gänzlich ohne Schmerzen.

Schwellung rutscht ins Gesicht ab

Sobald die Haarverpflanzung vorüber ist, wird deine Stirn ziemlich angeschwollen sein. Das ist eine Folge des Betäubungsmittels unter deiner Kopfhaut. Wenn diese Schwellung ins Gesicht abrutscht, soll das ziemlich schmerzhaft sein. Deshalb habe ich mich auch da an die Ratschläge von Dr. Balwi gehalten. Er sagte zum Beispiel, dass ich erst einmal nur auf dem Rücken schlafen darf und beim Schuhe-Zubinden möglichst nicht nach unten gucken sollte. Eine ähnliche Alltagssituation hat man beispielsweise beim Bücken, wenn man einen Schlüssel fallen gelassen hat. Achte einfach ein bisschen darauf, um unnötige Schmerzen zu vermeiden.

Damit die Schwellung nicht ins Gesicht abrutscht, habe ich von meinem Doc auch noch ein enges Stirnband bekommen, dass ich in der ersten Woche nach der OP den ganzen Tag tragen musste und erst Nachts abnehmen bzw. vorsichtig über den Bart zum Hals herunterziehen durfte. Mein eindringlicher Rat: halte dich daran, was der Arzt dir sagt. Dann vermeidest du Schmerzen bei und nach der Haartransplantation.

Infektion der Wunde

Auch wenn ich bei der Haartransplantation keine Schmerzen hatte, hätte es theoretisch bei einer Entzündung des Wundbereiches am Hinterkopf oder des Empfängerbereiches kommen können. Damit das gar nicht erst passiert und der Heilungsprozess möglichst schnell abläuft, habe ich auch da noch ein paar Tipps für dich, die mir mein Doc mit auf den Weg gegeben hat.

  • Kopfbedeckung: Setze immer schön den hässlichen Fischerhut auf! Der schützt die Wunde vor Kontakt mit Schmutz und aggressiven Sonnenstrahlen.
  • Einmalunterlagen: Besorge dir unbedingt Einmal-Krankenunterlagen für die ersten Nächte nach der Haartransplantation. Die legst du dann einfach unter einen Kopf. Auf diese Weise verhinderst du, dass Fremdkörper vom Kopfkissen in deine Wunde kommen. Und du sorgst dafür, dass die Heilung schneller voranschreitet.
  • Haarwäsche: Halte dich auch ganz klar an die Anweisungen des Arztes, was die Haarwäsche angeht. Erst nach 14 Tagen darfst du dir in der Regel wieder ganz normal die Haare waschen, da die Haare bis dahin fest angewachsen sind.

Wenn du dich an diese einfachen Anweisungen hältst, kannst du selbst dafür sorgen, dass du während und nach der Haartransplantation keine Schmerzen hast.

Kopf gestoßen nach der OP

Glücklicherweise ist mir das nicht passiert! Aber ich habe es bei einem anderen Patienten mit ansehen müssen, der sich den Kopf an der Autotür gestoßen hat. Ganz einfach beim Einsteigen in den Wagen, der ihn zu seinem Hotel bringen sollte. Die frisch bearbeitete Kopfhaut fing dann direkt an zu bluten. Er hatte natürlich Schmerzen am Kopf – und musste noch einmal nachoperiert werden. Durch den Kopfstoß sind zudem einige der verpflanzten Haare verloren gegangen.

Auch normale Kopfschmerzen ohne vorheriges Kopfstoßen sind sicherlich im Bereich des Möglichen, da das eigene Immunsystem ziemlich geschwächt ist. Deshalb ist es grundsätzlich extrem wichtig, sich einfach für ein paar Tage richtig auszuruhen.

Tipp: Wenn du immer noch große Angst vor den Schmerzen bei der Operation hast, solltest du unbedingt auch noch einen Blick in den Beitrag über die Chancen der Haartransplantation werfen. Ob Schmerzen oder nicht – am Ende wirst du sehen, warum du Eingriff durchziehen solltest. Es lohnt sich einfach!

Schmerzen an der Narbe nach FUT Methode

Ich hatte meine eigene Haartransplantation ja mit der FUE Methode bzw. der erweiterten DHI Technik. Das ist, soweit ich das verstanden habe, aktuell die bestmögliche Operationsmethode. Und das besonders Coole daran: sie hinterlässt keine Narben. Bei der etwas in die Jahre gekommenen FUT Technik ist das jedoch der Fall. Manche Kliniken wenden sie immer noch an. Dabei entsteht nur leider am Hinterkopf eine lange Narbe. Sobald die Haare darüber gewachsen sind, kann man sie zwar nicht sehen. Ich habe aber gehört, dass viele Patienten auch noch Jahre nach der Haartransplantation Schmerzen an der Narbe haben. Zum Beispiel, wenn es draußen besonders kalt ist. Vermeide solche überflüssigen Schmerzen einfach, indem du dich für eine moderne Methode der Haartransplantation entscheidest.

Hinweis: Im Prinzip dreht sich dieser Absatz ja auch ein bisschen um die Risiken der Haartransplantation. Darüber findest du im verlinkten Artikel noch viel mehr Informationen.

Starkes Endergebnis und neues Lebensgefühl gehen über Schmerzen

Wenn du von erfahrenen Ärzten in einer international angesehenen Haarklinik operiert wirst, musst du dir meiner Meinung nach keine Gedanken über eine möglicherweise schmerzhafte Haartransplantation zu machen. Die meisten Kliniken, die sich auf die Lösung von Haarproblemen spezialisiert haben, führen jeden Tag in routinierter Weise mehrere Haartransplantationen durch.

Selbst wenn ich bei der Haartransplantation Schmerzen gehabt hätte, würde ich dir vermutlich immer noch zur Operation raten. Ich habe jetzt einfach ein neues Lebensgefühl – keine Geheimratsecken mehr und ein richtig voller Bart! Das einfach der Wahnsinn, wenn ich mir meine Vorher-Nachher-Bilder der Haartransplantation jetzt so ansehe.

Wenn du also eher schmerzempfindlich bist, dann ziehe es trotzdem durch. Wenn du dir schon ein paar Monate nach der Haartransplantation durch die verpflanzten Haare fährst, wirst du verstehen, warum ich so überzeugt davon bin.

Hast du Fragen zum Artikel oder eigene Erfahrungen mit den Schmerzen bei der Haartransplantation gemacht? Dann schreib gern einen Kommentar.

Ich wünsche dir eine gute Entscheidung und eine genauso erfolgreiche Haarverpflanzung.

Tipp: Alle häufigen Fragen zur Haartransplantation habe ich dir übrigens im verlinkten FAQ beantwortet. Schau mal rein, dort werden sich so einige Fragezeichen in deinem Kopf in Sekundenschnelle auflösen.

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